Vipers-News

Vipers mit überzeugendem Saisonauftakt

Den Vipers ist ein beeindruckender Start in die neue Spielzeit gelungen.

Obwohl sie lediglich zu acht aufliefen, gelang der Mannschaft von Steffen Obst in der 3. Liga ein Sieg gegen den FSV Mainz 05 II.

Die neu formierte Mannschaft erreichte zum Auftakt in die 3. Liga (Mitte) eine bemerkenswerte Leistung, angetrieben vom großartigen Publikum, besiegten sie dank einer exzellenten zweiten Halbzeit das Team vom FSV Mainz II mit 25:18 (Halbzeit 11:12).
Dabei standen Trainer Steffen Obst und seinem Co.-Trainer Sascha Gramm zum Start in die Saison eine Reihe von Spielern nicht zur Verfügung, bürokratische Hürden verhinderten noch den Einsatz der drei brasilianischen Neuzugänge, eine Verletzung zwingt Maria Piasecka zu einer Pause und der Neuzugang im Tor, Lisa-Marie Rehbein, war aus privaten Gründen verhindert.

Trotz der Umstände boten die Mädels um Kapitänin Nele Weyh eine großartige Vorstellung. Das zuvor mit vielen Fragezeichen behaftete Team setzte hiermit ein deutliches Ausrufezeichen.
Nach einer großen Nervosität in den ersten Minuten, zeigten die neu zusammengestellten Vipers den rund 200 Zuschauern, wie sie Handball spielen wollen: geradlinig, schnell und unkompliziert. Sie begannen mit einer 5:1-Abwehr, die sich in der starken zweiten Halbzeit zu einer kaum zu überwindenden 6:0-Formation wandelte, hinter der eine überragende Torfrau Annabell Marie Krüger stand, die eine große Zahl an Bällen abwehrte. In der Offensive lief es in der ersten Halbzeit noch nicht wirklich rund, oft wirkten die Vipers in der ersten Hälfte etwas einfallslos. „Uns fehlte in der ersten Halbzeit die Durchschlagskraft, das haben wir nach der Pause deutlich besser gemacht“, erklärte Obst.

Trainer Obst zeigte sich nach dem Abpfiff sichtlich bewegt und auch emotional, nicht nur wegen der Leistung seiner Mannschaft und dieses Erfolgs: „Es war für mich zwei wichtige Siege, einmal, dass wir diesen Punkt überhaupt erreicht haben, ein Team auf das Parkett zu bringen und dann auch noch einen Sieg feiern dürfen.“
Der Coach sieht die zurückliegenden Probleme und Unsicherheiten als Grund dafür, dass seine Mannschaft die Zweitliga-Reserve aus Mainz auch mit nur acht Akteurinnen schlagen konnte. „All diese Herausforderungen haben uns zusammengeschweißt und daraus sind Wille, Leidenschaft und jene Energie entstanden, die heute jede Einzelne auf das Feld gebracht hat.“ Obst weiter zur besonderen Stimmung in der Halle: „Nach dem Abpfiff konnte ich in die bewegten Gesichter der Mitglieder unseres Fanclubs sehen, die uns die ganze Zeit nach vorn getrieben haben und uns das ganze Spiel unterstützt haben. Diese Freude und Dankbarkeit ist Lohn für die zahlreichen Stunden harter Arbeit in den letzten Wochen. Jedoch zählt das alles ab morgen nicht mehr, wir haben erst den ersten wichtigen Schritt geschafft. Die Mühen der Ebene beginnen jetzt!“

In den nächsten Wochen kommt auf den neuen Sportchef Christian Hack und seinen Cheftrainer noch eine Menge an Arbeit zu. Noch ist die Personalplanung nicht ganz abgeschlossen und die Vorbereitung auf den nächsten starken Gegner, Recklinghausen, beginnt schon am Sonntag. Dort soll der Weg fortgesetzt werden.

Bild: Alexander Rebs

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