Lisa-Marie Rehbein wird die Vipers nach der Saison 2025/26 verlassen, dafür wird Mia Kellner fester Bestandteil des Kaders
Die Vipers müssen sich nach der Saison von Lisa-Marie Rehbein verabschieden. Mit ihr verlieren die Vipers nicht nur viel Erfahrung, sondern auch einen tollen Menschen.
"Als wir im Sommer des letzten Jahres den Neuaufbau in der dritten Liga gewagt haben, standen wir nicht nur mit sehr wenig Spielerinnen da, sondern auch komplett ohne Torhüterin. Mit Lille waren wir auch in Kontakt, es sah aber so aus, als würde sich da nichts machen lassen. Im August dann aber öffnete sich die Tür dann doch wieder, wie man so sagt und Lille war bereit uns in diesem Jahr zu unterstützen, wobei wir da schon wussten, dass ihre Pläne nur ein Jahr zulassen würden", erinnert sich Christian Hack, der sportliche Leiter, daran, wie das Engagement im vergangenen Sommer zustande kam.
"Kaum schaut man kurz weg, sind 9 Monate um. Die Zeit im Bad Wildungen ging um wie im Flug und so ist das meist mit schönen Zeiten. Ich danke allen, die diese Zeit zu einer so besonderen gemacht haben und verlasse den Verein mit mehr als einem weinenden Auge", so Rehbein selbst wehmütig zu ihrem Abschied.
Das man sie in der neuen Saison trotzdem wiedersehen wird steht bereits fest, Rehbein wird in der Saison 26/27 für den Staffelrivalen aus Leihgestern auflaufen, der eine starke Aufstiegssaison spielt.
Das Schöne ist, wir sehen uns wieder. Es ist also kein Abschied, sondern ein Auf Wiedersehen", freut sie sich jetzt schon auf das Wiedersehen mit ihren aktuellen Teammitgliedern.
"Wir verlieren einen meinungsstarken Rückhalt, eine Torfrau, die sich in ein Spiel so richtig reinsteigern kann, und die den Vipers schon mehrfach geholfen hat, ob als Scouter in der Bundesliga, als Torhüterin bei ihrem einzigen 1. Bundesligaspiel gegen Zwickau oder eben nun zuletzt als Teil des Teams. Lille war vielleicht nur ein Jahr eine richtige Viper, im Inneren ist sie es schon immer irgendwie gewesen", so Hack voll des Lobes abschließend zu dem Wechsel.
Doch wo sich eine Tür schließt, geht eine andere auf. Den Kaderplatz von Rehbein wird zur neuen Saison die junge Mia Kellner einnehmen, die den Vipers bereits in der Bundesliga und auch diese Saison wieder mehrere male ausgeholfen hat.
"Mit meinem Wechsel zu den Bad Wildungen Vipers kommt eine neue Herausforderung auf mich zu, die ich mit hoher Motivation annehmen werde. Ich möchte die Chance nutzen, mich handballerisch, sowie athletisch zu steigern und weiterzuentwickeln, sowie neue und wichtige Erfahrungen zu sammeln. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem Coaching Team und darauf die nächste Saison mit der Mannschaft anzugreifen", blickt Kellner bereits mit Vorfreude auf die neue Saison.
Laut Hack ist Kellner eines der Beispiele "für regionale Talente, die, aus welchen Gründen auch immer, immer ein wenig unter dem Radar agieren. Sie ist im Breitensport der HSG hervorragend ausgebildet und gefördert worden und ist schon seit einigen Jahren immer wieder im Blick der Vipers".
An ihr schätzt er besonders ihren unermüdlichen Einsatz und Charakter: "Sie hat uns im Training unterstützt wann immer sie konnte, hat jede Fahrt mitgemacht, die irgendwie möglich war, immer in dem Versuch ihre Ausbildung und auch die zweite Damenmannschaft nicht im Stich zu lassen. Hut ab dafür schonmal, und umso mehr freut es uns, dass Mia zur nächsten Saison fest in den Drittligakader aufrückt. Sie bringt Talent mit, Größe und Spannweite, Mentalität und will sich immer verbessern. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit in der nächsten Saison und hoffentlich vieler weiterer in der Folge.
Bild: Alexander Rebs